Gipfel für Ghana 3.0

06.07. – 11.07.2026

8 Pässe. 630 km. 12.850 Höhenmeter. Ein Ziel: Sauberes Wasser.

630 Kilometer
12.850 Höhenmeter
8 Alpenpässe

Das Projekt

Nach dem Erfolg von 2025 legen wir nach: Gipfel für Ghana 2026 führt uns quer durch die majestätischen Schweizer Alpen. Sechs Tage lang quälen wir uns über legendäre Pässe, um Spenden zu sammeln. In Adukro soll an einer Grundschule ein Brunnen nebst sanitären Anlagen entstehen, der hunderten Kindern eine Perspektive schenken kann.

Durch Unterstützung der Organisation Madamfo Ghana wollen wir dort helfen, wo Wasser keine Selbstverständlichkeit ist. Jeder Kilometer und jeder Höhenmeter zählt für eine bessere Zukunft.

Die Route

Tag 1: Der sanfte Schock

Mols → Wassen

115km
2.460Hm
1Pass

Die Tour beginnt am Walensee – malerisch, idyllisch, trügerisch. Wer jetzt noch frisch in die Pedale tritt und die Kräfte leichtfertig einsetzt, wird es spätestens am Abend in Wassen bereuen. Die Kulisse belohnt, der Körper mahnt: Das war erst Tag eins.

Pragelpass

Kanton Schwyz · Einsteiger mit Selbstüberschätzung

1.548 Hm
Schwierigkeit

Der Pragelpass ist der nette Kollege, der die Tour eröffnet und einem das Gefühl gibt: „Hey, ich kann das!" Genau das ist die Falle. Er lächelt dich an, gibt dir Selbstvertrauen – und das wirst du in den nächsten Tagen bitter bereuen.

Wissenswertes

Der Pragelpass ist ein stiller Geselle unter den Schweizer Pässen – ohne Mautstation, ohne Touristenmassen. Dafür mit viel Ruhe und dem leisen Versprechen: Es kommt noch schlimmer.

Tag 2: Der Riese

Wassen → Goldswil / Interlaken

95km
2.810Hm
2Pässe

Der härteste Höhenmeter-Tag der Tour – und das bei nur 95 km. Was sich nach einer entspannten Ausfahrt anhört, entpuppt sich als Kraftprobe der besonderen Art. Am Abend wartet Interlaken. Wer dort ankommt, darf sich etwas einbilden.

Sustenpass

Kanton Bern/Uri · Malerisch und gnadenlos

2.224 Hm
Schwierigkeit

Der Sustenpass ist das, was Landschaftsmaler träumen lässt und Radfahrerbeine zum Weinen bringt. Die Aussicht ist atemberaubend – was praktisch ist, denn Atem hat man zu diesem Zeitpunkt sowieso keinen mehr. Hier kann Sven seine Watt-Maschine warmlaufen lassen, während Jens bereits die Schlagzeilen für den Abend formuliert.

Wissenswertes

Der Sustenpass verbindet das Haslital (Berner Oberland) mit dem Reusstal (Uri) und wurde 1945 fertiggestellt. Im Winter gesperrt, im Sommer ein Mekka für Motorradfahrer, die einen beim Keuchen überholen und dabei winken. Danke dafür.

Grosse Scheidegg

Kanton Bern · Prominente Nachbarschaft

1.962 Hm
Schwierigkeit

Eiger, Mönch und Jungfrau schauen zu. Das ist gleichzeitig motivierend und demütigend – drei der mächtigsten Berge Europas beobachten stumm, wie man im kleinsten Gang schnaufend vorwärtsstolpert. Unter der Eiger-Nordwand fließen Schweiß und Tränen – vor allem Freudentränen (oder auch nicht, bei den Rampen).

Wissenswertes

Die Grosse Scheidegg ist für Privatautos gesperrt – man hat also die seltene Ehre, eine Passstrasse zu erklimmen, auf der kein BMW überholt. Nur Postautos. Und die warten nicht.

Tag 3: Postkarten-Idylle

Goldswil / Interlaken → Andermatt

100km
2.600Hm
2Pässe

Von Interlaken mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau durch das Berner Oberland zurück nach Andermatt – heute übernehmen die Berge die Regie. Die Beine haben das Sagen verloren, die Landschaft hat gewonnen.

Grimselpass

Kanton Bern/Wallis · Mond trifft Wasser

2.164 Hm
Schwierigkeit

Oben angekommen wirkt die Landschaft wie der Mars – nur nasser und mit schlechterem Mobilfunknetz. Der Grimsel ist rau, kahl und hat die Freundlichkeit einer Steuererklärung. Michael übernimmt die Führung (solange das GPS Signal hat).

Wissenswertes

Am Grimsel liegt der Grimselsee, ein Stausee auf 1.909 m. Die Staumauern stammen aus den 1920ern und liefern bis heute Strom für die halbe Schweiz. Die Energie, die man beim Hochfahren verliert, wird hier also wenigstens sinnvoll genutzt.

Furkapass

Kanton Wallis/Uri · Berühmt aus Film und Schmerz

2.429 Hm
Schwierigkeit

Der Furkapass ist der Boss dieses Abenteuers. Mit 2.429 Metern der höchste Punkt der Tour – und er lässt einen das spüren. Jede einzelne Kehre. Die Luft wird dünner, die Beine schwerer, das Lächeln grimmer. Aber oben? Götter sehen so aus.

Wissenswertes

James Bond fuhr hier 1964 in „Goldfinger" – natürlich im Aston Martin, nicht auf dem Rennrad. Am Fusse des Passes liegt der Rhonegletscher, einer der ältesten Gletscher der Alpen. Er schmilzt leider schneller, als man den Pass hochfährt.

Tag 4: Die Königs-Etappe

Andermatt → Locarno (Lago Maggiore)

132km
1.820Hm
2Pässe

Zwei Pässe, 132 km, Ziel: Lago Maggiore. Das klingt nach Urlaub, ist aber zunächst harte Arbeit. Grimsel und Furka hintereinander – das ist der Moment, auf den man sich seit Monaten vorbereitet hat. Und danach: Die lange Abfahrt ins Tessin, Palmen, Wärme, Pasta. Verdient.

Oberalppass

Kanton Uri/Graubünden · Der Rhein beginnt hier

2.044 Hm
Schwierigkeit

Nach dem Furka-Trauma des Vortages kommt der Oberalp fast entspannt vor. Fast. Er hat die Güte, einen nicht völlig zu zerstören – aber unterschätze ihn nicht. Pässe mit dieser Höhe haben Ego-Probleme.

Wissenswertes

Am Oberalppass entspringt der Vorderrhein – jener Fluss, der sich irgendwann durch die Niederlande in die Nordsee ergiesst. Man ist an der Quelle eines der grossen europäischen Flüsse. Romantisch. Wenn man gerade nicht keucht.

Lukmanierpass

Kanton Graubünden/Tessin · Der Unterschätzte

1.915 Hm
Schwierigkeit

Der Lukmanier hat keinen Bond-Film. Keine Weltberühmtheit. Keine dramatischen Steilwände. Er ist der ruhige Typ in der Runde – und überrascht genau deshalb. Lange Auffahrt, grandiose Abfahrt. Sven plant bereits die Aerodynamik für den finalen Tag.

Wissenswertes

Der Lukmanierpass (ital.: Passo del Lucomagno) ist der tiefste Alpenübergang von der Zentralschweiz ins Tessin und einer der ältesten Übergänge überhaupt – schon Römer und Mönche nutzten ihn. Gute Gesellschaft.

Tag 5: Vom See in die Berge

Locarno → Thusis

118km
2.280Hm
1Pass

Palmen hinter sich lassen, Pässe vor sich haben. Von Locarno am Lago Maggiore geht es nordwärts – raus aus dem mediterranen Flair, rein in die Graubündner Bergwelt. Der San Bernardino wartet, und die Beine haben nach vier Tagen eine ganz eigene Meinung dazu.

San Bernardino

Kanton Graubünden · Das glorreiche Finale

2.065 Hm
Schwierigkeit

Der San Bernardino ist einer der emotionalsten Anstiege der Tour. Hier oben wird man lachen, fluchen und vielleicht leise weinen. Alles ist erlaubt. Danach geht es nur noch bergab – im besten Sinne.

Wissenswertes

Der San Bernardino-Pass verbindet das Rheintal mit dem Misox (Mesolcina). Darunter verläuft seit 1967 der San-Bernardino-Tunnel – einer der längsten Strassentunnel der Schweiz. Autofahrer nutzen ihn. Wir natürlich nicht.

Tag 6: Nach Hause – aber mit Stil

Thusis → Mols

69km
311Hm
0Pässe

69 km, 311 Höhenmeter – der kürzeste und flachste Tag der Tour. Was sich nach einem Geschenk anfühlt, ist eigentlich das Schönste: Man hat es fast geschafft. Rollout zurück an den Walensee. Mission accomplished – für Ghana.

Finale Rollout An diesem Tag stehen keine großen Pässe mehr auf dem Programm. Es geht darum, die Eindrücke der letzten Tage sacken zu lassen und gemeinsam ins Ziel einzufahren.

Das Team

Sven

Sven

Die Watt-Maschine

Der Jüngste und Akribischste. Wenn er nicht gerade 400 Watt auf die Kurbel drückt, plant er die Route auf den Millimeter genau. Frühaufsteher aus Notwendigkeit, Aero-Fetischist aus Leidenschaft.

Michael

Michael

IT-Gipfelstürmer

Sitzplatzgarantie im Job, aber auf dem Rad schwer motiviert. Der Breckerfelder Ureinwohner fährt zuverlässig jeden Pass hoch – solange das Navi ihm sagt, wo oben ist. Sein Orientierungssinn ist legendär... schlecht.

Jens

Jens

Der Kirmes-Fan

Das Urgestein und Ideengeber. Kennt jede Schlagzeile, bevor sie gedruckt wird, und jeden Anstieg, bevor er beginnt. In den Beinen keinen Tag gealtert, im Kopf immer schon bei der nächsten Spenden-Idee.

Helfen Sie uns helfen!

Jeder Euro fließt direkt in die Brunnenprojekte von Madamfo Ghana.

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